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Bettwanzen

Bettwanzen bekämpfen – wie, wer, warum?

Die Bettwanze galt in unseren Breiten schon fast als ausgestorben. Wahrscheinlich ist sie aufgrund des Tourismus, der Migration und des Gebrauchtwaren-Handels seit einigen Jahren erneut auf dem Vormarsch. Diese blutsaugenden Parasiten sind nicht nur lästig sondern auch äußerst widerstandsfähig und extrem schwer loszuwerden. Viele Betroffene erkennen meist nicht, wer ihnen in der Nacht den Schlaf raubt, weil die Stiche denen der Mücken sehr ähnlich sind. Aus flascher Scham versuchen viele erst selbst, die Biester zu bekämpfen. Ein Bettwanzenbefall hat aber nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie können in den saubersten Wohnungen vorkommen, finden allerdings in unaufgeräumten Bereichen bessere Versteckmöglichkeiten.

Aber...wie sehen Bettwanzen eigentlich aus?

Die Bettwanze ist ein flugunfähiges Insekt, welches zwischen 3,8 und 5,5 mm groß werden. Dabei ist sie flach, wie ein Papier, was sie zu einer Meisterin im Versteckspielen macht. Sie ist auf der ganzen Welt verbreitet und lebt am liebsten in beheizten Wohnräumen. Die Wanze ist nachtaktiv, behaart und hat eine rotbraune Färbung. Neu geboren misst die Bettwanze 1 mm. Um wachsen zu können, muss sie sich 5 mal häuten. Dazu braucht sie Blut, das sie bevorzugt am Menschen (selten an Haustieren und Vögeln) einnimmt. Ein ausgewachsenes Exemplar kann dann sogar auf bis zu 8,5 mm anschwellen. Hat das adulte Tier gerade keinen Wirt zur Hand, kann es bis zu 1½ Jahre ohne Nahrung auskommen. Bettwanzen geben einen süßlichen Duft ab, der allerdings nur bei einem sehr starkem Befall erkennbar ist und von den meisten Menschen als sehr unangenehm wahrgenommen wird.

Aber...wie erkennt man einen Bettwanzenbefall?​

Auf jeden Fall sollte man schon mistrauisch werden, wenn am Körper Stiche sichtbar sind, obwohl kein Mückenzeit ist. Wenn man zu allem Überfluss auch keine Haustiere hat, ist die Wahrscheinlichkiet eines Flohbefalls auch eher gering. Spätestens dann sollte man anfangen zu suchen. Bettwanzen verstecken sich tagsüber gern am Kopfedende des Bettes, im Lattenrost oder auf anderen Möbelstücken. Da sie so winzig sind, können sie in Fotorahmen stecken, in Steckdosen oder Lichtschaltern, hinter Fußbodenleisten, in Ritzen und Rillen von Fußböden und so weiter. Suchen Sie sehr gründlich und akkurat. Ist der Befall noch gering, sind Bettwanzen schwer auszumachen, aber leichter zu bekämpfen. Wenn Sie kleine schwarze Punkte und/oder Häutungshüllen finden, sind die Blutsauger bei Ihnen eingezogen. Sie sollten dann nicht lange warten und einen Schädlingsbekämpfer alarmieren. Zur Unterstützung für den Kammerjäger können Sie ein großes Stück Klebeband (mit der Klebefläche nach außen) an den Bettbeinen befestigen.

Aber...kann man Bettwanzen nicht selbst bekämpfen?

Je nach Befallsstärke ist eine Bettwanzenbekämpfung in der Regel sehr schwierig und langwierig. Die im Internet frei verkäuflichen Mittel sind nicht zu empfehlen, weil die meisten Bettwanzen mittlerweile gegen diese Wirkstoffe resistent sind. Nur ein Kammerjäger hat wirksame Kontaktinsektizide mit Langzeitwirkung gegen die Bettwanzen. Und selbst dann kann eine Bekämpfung vom Profi langwierig und schwierig sein.

Aber...kann man einem Bettwanzenbefall vorbeugen?

Vorbeugung ist der beste Weg, sich vor Bettwanzen zu schützen. Im Urlaub sollten Sie Ihr Gepäck nie auf das Bett legen oder auf den Boden des Hotelzimmers stellen. Tragen Sie ihn immer gleich ins Bad und legen Sie ihn nach Möglichkeit auf einen Stuhl. Lassen Sie ihn dort während des gesamten Aufenthaltes. Ein Befall kann übrigens sowohl im 3-Sterne als auch im 5-Sterne Hotel vorkommen. Vor der Rückreise sollten Sie den kompletten Kofferinhalt (auch die nichtgetragenen Sachen) in Plastiktüten packen und sie so gut wie möglich verschließen, damit keine eventuell darin sitzenden Bettwanzen entkommen können. Nach der Heimreise sollten die komplette Kleidung bei mindestens 60 °C gewaschen werden. Falls das nicht möglich ist, können Sie die noch immer fest verschlossenen Tüten mindestens drei Tage bei -17 °C im Tiefkühler einfrieren. Ganz wichtig ist: NIEMALS Gegenstände aus befallenen Räumen tragen, wenn sie nicht hermetisch verschlossen wurden!

Bettwanze
Bettwanze
Bettwanzenbefall

Steckbrief Bettwanze

Weiterer Name

Hauswanze

Lateinischer Name

Cimex lectularius

Größe

Weibchen 4,5 bis 8,5 mm | Männchen 4 bis 6,5 mm | Eier 1 mm

Lebenserwartung

6 bis 12 Monate

Farbe

Ei: weiß

Larve: gelblich-braun

Adult: rotbraun

Sozialverhalten

Locken sich mit Duftstoffen zu größeren Ansammlungen

Entwicklung

Vom Ei zur Larve: circa 7 Tage (bei 25 °C)

Von der Larve bis zur Bettwanze: 5 Häutungen in 5 Wochen

Wurfanzahl -größe

• täglich zwischen 3 und 5 Eier

• 250 bis 300 Eier während ihrer Lebenszeit

Ernährung

Blut (hauptsächlich vom Menschen)

Lebensraum

• Leben immer in Menschennähe

• Verstecken sich tagsüber in den kleinsten Ritzen

Schädlingsart & Schäden

Die Wettwanze ist eindeutig ein Hygieneschädling , da sie bis zu 2 kg Insekten pro Tag fangen und an die Larven verfüttern. Da freut sich ein jeder Hobbygärtner, wenn er die Blattläuse und Raupen nicht selbst von seinen Blumen oder dem Gemüse sammeln muss.

Sie gilt auch als Gesundheitsschädling, obwohl es wissenschaftlich keine Beweise für Krankheiten gibt, die von der Bettwanze übertaggen wurden.

Bekämpfungsmaßnahmen