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(Küchen)Schaben | Kakerlaken

Schaben im Haus bekämpfen – wer, wie, warum?

Schaben oder Kakerlaken, wie sie im Volksmund genannt werden, sind Kulturfolger, die aus wärmeren Regionen eingeschleppt wurden und sich nicht zwingend nur in schmutzigen Häusern wohlfühlen. Sie sind nachtaktiv, lichtscheu, Meister im Versteckspielen und leben in großen sozialen Gruppen. Und da wären wir schon beim Hauptproblem. Sehen Sie eine Schabe durchs Bad flitzen? Im schlimmsten Fall sogar am Tag? Dann hat sich mit ziemlicher Sicherheit schon eine ganze Großfamilie eingenistet.

Aber...ist Küchenschabe nicht gleich Küchenschabe?

Von über 4000 Schabenarten gelten bei uns nur wenige Arten als Vorratsschädlinge: die Deutsche Schabe, die Orientalische Schabe (auch bekannt unter Gemeine Küchenschabe) und die Amerikanische Schabe. Selten findet man auch die Braunbandschabe oder die Australische Schabe. Leider verirrt sich auch mal eine Waldschabe ins Haus und löst dadurch Panik aus. Sie sieht der Deutschen Schabe zwar sehr ähnlich, ist aber völlig harmlos und sollte, statt zerquetscht, wieder in die Freiheit entlassen werden, weil sie sonst verhungert. Die Waldschabe ist – im Gegensatz zu den oben genannten Kakerlaken – eine einheimische Schabe. Die eingeschleppten Tiere können in der freien Natur nicht überleben, weshalb sie gern in beheizte Häuser eindringen. Ihre Lieblingsplätze reichen von Großküchen über Bäckerein zu Gewächshäusern und Hallenbädern. Überall dorf finden sie mehr als genug Futter, haben es kuschelig warm und zu guter Letzt auch noch schön feucht…genauso, wie es die Kakerlaken mögen.

Aufgrund dessen, dass Schaben Krankheiten, wie zum Beispiel Tuberkulose, Ruhr, Typhus, Cholera, Kinderlähmung und Hepatitis B auf den Menschen übertragen können, gelten sie auch als Gesundheits- oder Hygieneschädlinge. Zu guter Letzt werden sie sogar als Materialschädlinge angesehen, weil Schaben durch ihr Eindringen in elektronische Geräte Fehlfunktionen auslösen können.

Aber...kann man einen Schabenbefall verhindern?

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, helfen folgende Maßnahmen, Kakerlaken fernzuhalten:

• Verschließen Sie alle Zugänge, wie zum Beispiel Türspalten oder Ritzen zu Kabelkanälen oder Rohrleitungen.
• Bewahren Sie Lebensmittel, Zucker, Gebäck und andere Leckereien in sicher verschließbaren Plastikdosen oder Vorratsgläsern auf.

• Gekleckerte Getränke und Nahrungsmittel immer sofort aufwischen.

• Lagern Sie auch Tierfutter gut verschlossen und lassen Sie nicht gefressene Reste nicht rumstehen.
• Kakerlaken brauchen Wärme und Wasser um zu überleben. Stellen Sie die Heizung niedriger und lassen Sie nirgends Wasser rumstehen.

Aber...kann man nicht einfach selbst Klebefallen auslegen?

Klebefallen halten zwar sowohl junge als auch adulte Schaben fest, wenn sie darüber laufen, eignen sich jedoch lediglich zur Befallskontrolle. Bei einem leichten Schabenbefall kann man eventuell zu Produkten greifen, die im Handel erhältlich sind. Allderdings muss man zur Schabenbekämpfung wissen, wie und wo die Mittel eingesetzt werden müssen. Kakerlaken verstecken sich bravurös in allen möglichen Fugen, Ritzen oder Spalten und sind nebenbei extrem widerstandsfähig. Selbst die Eipäckchen sind mit einem Chitinpanzer gegen viele Insektizide geschützt. Nur in die Luft sprühen reicht hier nicht! Je größer der Kakerlakenbefall, desto schwieriger wird es, die Tiere loszuwerden. Unbemerkt vermehren sie sich rasend schnell. Schnell krabbeln die Schaben ins nächste Zimmer und besetzen fix die ganze Wohnung. Über Kabelschächte oder Rohrleitungen erobern die Kakerlaken in Windeseile das ganze Haus. Spätestens jetzt sollte ein erfahrener Schädlingsexperte mit speziellen Kontaktinsektiziden und/oder Fraßködern anrücken. Aufgrund seiner Erfahrung findet er die Verstecke und platziert seine Bekämpfungsmittel dort, wo sie eine schnelle Wirkung erzielen.

Orientalische Schabe
Orientalische Schabe

Steckbrief Orientalische Schabe

Weitere Namen

Küchenschabe | Bäckerschabe | Kakerlake

Lateinischer Name

Blatta orientalis

Größe

Weibchen 22 bis 30 mm | Männchen 21 bis 25 mm

Lebenserwartung

Insgesamt bis zu 2 Jahre | Imagines: 5 zu 6 Monate

Farbe

Dunkelbraun bis schwarz

Entwicklung

Vom Ei zur Nymphe: 42 bis 81 Tage

Von der Nymphe durch sieben Häutungen zur Imago: Männchen: 4 bis 6 Monate | Weibchen: 9 bis 10 Monate, bei schlechten Voraussetzungen bis zu 18 Monate

 

Sozialverhalten

Nachtaktiv | Versteckt sich tagsüber in größeren Gruppen

Flügel

Weibchen: winzige Flügelreste | Männchen: Flügel bedecken ⅔ des Hinterleibs

Beide Geschlechter können nicht fliegen

Besonderheit

Können sehr schlecht klettern und leben daher fast ausschließlich am Boden

Wurfanzahl -größe

Circa 8 Eipakete à 16 bis 18 Eier

Ernährung

Allesfresser, bevorzugt aber stärkereiche Nahrung

Lebensraum

Überall, wo es warm und feucht ist.

Schädlingsart & Schäden

Gefährlicher Hygiene- und Gesundheitsschädling, da Krankheitserreger bis zu drei Tage am Körper der Schabe haften und über diesen Zeritraum infektiös bleiben können. Außerdem können sie Keime über den Kot oder den Kropfinhalt ausscheiden und dadurch auch Allergien auslösen.

Spielt auch eine Rolle als Materialschädling, weil sie in elektronische Geräte eindringen und so technische Störungen hervorrufen kann.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wussten Sie, dass ...

... eine Kakerlake neun Tage ohne Kopf überleben kann?
Da ihr Gehirn sich im Körper befindet, braucht sie den Kopf nicht zum Überleben. Allerdings braucht sie den Mund um essen und trinken zu können. Darum lebt sie auch nur neun Tage, weil sie dann verhungert und verdurstet.
Deutsche Schabe
Deutsche Schabe
Deutsche Schabe mit Eipaket

Steckbrief Deutsche Schabe

Lateinischer Name

Blattella germanica

Größe

13 bis 16 mm

Lebenserwartung

Imagines: 100 bis 200 Tage

Farbe

Goldbraun | Zwei auffällige dunkle Längsstreifen am Halsschild

Sozialverhalten

Nachtaktiv | Versteckt sich tagsüber in größeren Gruppen

Entwicklung

Vom Ei bis zur Imago: Bei 30 °C circa 40 Tage | Bei 22 °C bis zu 7 Monate

Ernährung

Allesfresser

Lebensraum

Mit Vorliebe in Gaststätten, Kantinen oder Großküchen, Hotels, Krankenhäusern und Hallen- oder Schwimmbädern, aber auch in Lebensmittelbetrieben, wie zum Beispiel Bäckerein, Zoos und landwirtschaftlichen Betrieben. Überall, wo es warm und feucht ist. Dort verstecken sie sich in den kleinsten Ritzen und Spalte.

 

Schädlingsart & Schäden

Hygiene- und Gesundheitsschädling, weil sie durch ihren Kot, ihren Kropfinhalt oder Ausscheidungen aus Speicheldrüsen Lebesnmittel kontaminieren und so Menschen und andere Tiere schädigen können.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wahrheit oder Mythos

Kakerlaken können einen Atomangriff überleben?
Schaben sind zwar – wie alle Insekten – wiederstandsfähiger als Säugetiere, einen Atomkrieg würden sie aber nicht überleben.

Steckbrief Glänzendschwarze Holzameise

Weiterer Name

Kartonameise

Lateinischer Name

Lasius fuliginosus

Größe

Königin 6 bis 6,5 mm | Arbeiterin 4 bis 6 mm | Männchen 4,5 bis 5 mm

Farbe

schwarz und glänzend | ein Teil der Fühler und der Beine rotbraun

Schwarmflug

zwischen Juni und Juli

Sozialverhalten

• Eine Jungkönigin gründet keinen neuen Staat. Sie übernimmt friedlich ein Nest der Gelben Schattenameise. Dort legt sie ihre Eier ab, die von den Schattenameisen versorgt werden. Sind alle Schattenameisen gestorben, ist die Übernahme erfolgreich beendet.

• Der Staat kann aus mehrere Königinnen mit bis zu 2 Millionen Arbeiterinnen bestehen.

 

Ernährung

Honigtau, Insekten

Lebensraum

• Leben bevorzugt in Hohlräumen von Totholz.

• Die Arbeiterinnen zerkauen Holz, vermischen es mit Honigtau und bauen dort Kartonnester. Auf dieser Basis siedelt sich ein Pilz an, der dem Nest Stabilität gibt. Gefressen wird er von den Ameisen nicht.

Schädlingsart & Schäden

Wenn die Jungkönigin sich in menschlicher Behausung einnistet, wird sie zum Materialschädling. Da die Völker gigantisch groß werden können, können sie gigantischen Schäden an der Bausubstanz von Häusern anrichten. Besonders befallen werden Dämmmaterialien und morsches Holz.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wussten Sie, dass...

es in der Nähe des Nestes süßlich riecht?
Es handelt sich hier um ein Sekret, dass zur Abschreckung produziert wird. Bei manchen Ameisenarten wirkt es sogar toxisch.