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Mäuse & Ratten

Schadnager bekämpfen – wie, wer, warum?

Mäuse werden von vielen Menschen noch als ganz niedlich empfunden. Auf Ratten reagieren die meisten Menschen allerdings mit einem natürlichen Ekel. Fakt ist, dass beide ernstzunehmende Krankheitsüberträger, Nahrungsmittel-, Hygiene- und Materialschädlinge sind. Sowohl durch ihren Urin und Kot als auch durch Kontakt- oder Schmierinfektion können die Nager bedrohliche Krankheiten übertragen, die im schlimmsten Fall zu irreversiblen Gesundheitsschäden oder sogar zum Tod führen können. Lebensmittel und Getreidevorräte sind weniger durch ihren Hunger als vielmehr durch ihre Ausscheidungen gefährdet. Aber auch die wirtschaftlichen Schäden dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Ein Rattenzahn ist zum Beispiel fast so hart wie ein Diamant und nagt sich so mühelos durch nahezu alle Materialen. Aber auch die Zähne einer Maus können Kabel durchbeißen, Kurzschlüsse verursachen oder ganze Maschinen lahmlegen.

Aber...welche Tiere fallen unter den Begriff Schadnager?

Die häufigste Vertreterin der Mäuse in unseren Gebäuden ist die Hausmaus. Aber auch Wald- und Gelbhalsmäuse machen es sich zum Herbst hin gern in unseren Dachgeschossen gemütlich. Hausratten wird man bei uns kaum antreffen, da sie als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Wanderratten kommen am häufigsten vor. Diese intelligenten Tiere sind vom Wasser abhängig und bewohnen Orte in der Nähe von Gewässern. Ein Glück für die Ratten, dass die Städte mit Abwasserkanälen durchzogen sind. Die extrem anpassungsfähigen Nager leben in Gruppen von bis zu 200 Mitgliedern. Sie können sich also sicher sein, sollten Sie das scheue Tier mal sehen…ihre Familie ist bestimmt nicht weit weg! Die Scher- oder Wühlmaus kommt zwar nicht ins Haus, kann aber durch Wurzelfraß enorme Schäden an Gemüsekulturen, aber auch Obstplantagen und Baumschulen verursachen. Der Siebenschläfer zählt zwar auch zu den Schadnagern, ist aber eine besonders geschützte Tierart und darf (wie der Marder) weder gefangen, noch getötet, sondern nur vergrämt werden.

Aber...wie erkennt man einen Schadnagerbefall?

Sohwohl Mäuse als auch Ratten sind nachtaktiv und zudem noch sehr scheu. Ein lebendiges Tier zu sehen, ist eher unwahrscheinlich. Vermutlich werden Sie es nachts in den Wänden, den Decken oder dem Dachboden hören, wenn es auf Futtersuche geht oder seine Wohnung umdekoriert. Finden Sie am Tag darauf angefressene Lebensmittel oder angenagte Gegenstände, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Befalls. Ganz sicher können Sie sich sein, wenn Sie Kotspuren finden. Auf den ersten Blick ähneln Mäuseköttel schwarzen Reiskörnern. Rattenkot ist größer und vergleichbar mit einem Kokon. Vorsicht beim Reinigen! Die Köttel können Bakterien und Viren enthalten, die über Hautkontakt und manche sogar über den Luftweg gefährliche Krankheiten übertragen können.

Sind ihre Karotten oder Kartoffeln im Garten angefressen? Haben Sie Erdhaufen im Rasen? Dann ist offenbar eine Wühlmaus eingezogen. Achtung! Es könnte auch der geschützte Maulwurf sein. Die Hügel der Wühlmaus sind relativ flach und häufig mit Gras durchwachsen. Die Gänge befinden sich nah an der Rasenoberfläche. Man bemerkt sie, wenn man darüber geht und der Boden etwas nachgibt. Einen Siebenschläfer können Sie nicht überhören. Er macht in der Nacht sehr viel Krach. Da er seinen Aufenthaltsort mit Kot und Urin verunreinigt, können Sie ihn auch nicht “überriechen”.

Aber...reicht denn auch eine Mause- oder Rattenfalle?

Deuten die Spuren auf eine einzelne, verirrte Maus oder Ratte hin, könnten folgende Mittel Erfolg zeigen: Mit Terpentin getränkte Baumwolllappen in entdeckte Nagerlöcher stopfen, Cayennepfeffer auf die Laufwege streuen oder benutztes Katzenstreu auslegen, könnte das Tier vertreiben. Eine Katze im Haus erhöht die Erfolgschance, ist aber auch keine Garantie, weil es Katzen gibt, die sich für Mäuse gar nicht interessieren. Lebend- oder Schlagfallen müssen immer an der Wand entlang aufgestellt werden. Als Lockmittel soll Erdnussbutter zu guten Fangergebnissen führen. Alle anderen Hausmittel, wie Pfefferminze, Mottenkugeln oder Ultraschallgeräte sind völlig nutzlos. Eine Maus oder eine Ratte wird sich lieber an einen schlechten Geruch oder ein lästiges Geräusch gewöhnen, als einen sicheren Ort (ohne natürliche Feinde und mit reichlich Nahrung) zu verlassen. Genauso verhält es sich bei Wühlmäusen. Sie wohnen quasi in einer frei zugänglichen Speisekammer. Warum sollte sie sich mit Hausmittelchen vertreiben lassen? Beim Siebenschäfer wird es noch schwieriger. Er lässt sich zwar mit sehr starken Gerüchen vertreiben, kommt aber wieder, sobald der Geruch verflogen ist. Da helfen meist nur Mittel vom Profi.

Aber...man kann doch überall Rattengift kaufen!

Bitte experimentieren Sie nicht selbst mit Gift!!!

Erstens: Über effektive Mittel verfügt allein der Fachmann. Sie können zwar im Baumarkt oder im Internet verschiedene Köder zur Mäuse- und Rattenbekämpfung kaufen. Da diese aber ausschließlich Wirkstoffe der ersten Generation enthalten, gegen welche die Schadnager resisitent sind, werden Sie die Tiere nur füttern, nicht töten. Und selbst hier müssen bestimmte Vorschriften eingehalten werden. Allein dem Schädlingsbekämpfer ist die Verwendung von Rodentiziden mit Antikoagulantien (blutgerinnungshemmende Mittel) vorbehalten.

Zweitens: Sie wollen durch eine Sekundärvergiftung doch nicht Nachbars Katze töten? Oder ihren eigenen Hund? Wenn eine Katze oder ein Hund eine “vergiftete” Maus oder Ratte frisst, können Vergiftungserscheinungen auftreten, die auch tödlich enden können, da Katze und Hund nicht resistent gegen das Gift sind.

Aber...was muss man beachten, wenn man ein Gewerbe hat?

Viele Gewerbe unterliegen strengen Hygienevorschriften. Bei der Herstellung, Lagerung, Verarbeitung und Verbreitung von Lebensmitteln oder in der Pharmazie etwa liegt der Grund auf der Hand. Ein Rattenbefall kann nicht nur große Mengen der Produktion kontaminieren, sondern im schlimmsten Fall Verbraucher krank machen. Aber auch in anderen Bereichen schadet es nicht, die Produktionshallen frei von Ungeziefer zu halten. Eine kleine Maus kann schnell eine große Maschine lahm legen.
Die Europäische Biozid-Verordnung regelt den Einsatz von Rodentiziden (Rattengift). Nicht nur für Bekämpfung eines Rattenbefalls, auch für die Prophylaxe gibt es strenge und detaillierte Vorgaben zu Art und Ausbringung der Köder. Außerdem ist die Nutzung an eine vorherige Analyse und deren Dokumentation durch sachkundige Schädlingsbekämpfer gebunden. Sprechen Sie uns an! Wir erstellen Ihnen gern ein auf Sie abgestimmtes Angebot.

Aber...kann man einen Mäuse- oder Rattenbefall verhindern?

Die beste Methode, sich vor Schadnagern zu schützen, ist, vorzubeugen:

• Halten Sie Fenster und Türen immer geschlossen.

• Reparieren Sie Schäden am Gebäude. Das können kaputte Lüftungsklappen oder Löcher in der Wand sein. Durch Abflussrohre können Ratten ins Haus.

• Sichern Sie Keller- und Dachfenster mit engmaschigen Drahtgittern. Zur Info: Eine Maus kommt überall da durch, wo sie einen Kugelschreiber durchstecken können.

• Lagern Sie offene Lebensmittel in luftdichten Behältern. Das schützt auch vor Vorratsschädlingen, wie Lebensmittelmotten.

• Lassen Sie Essensreste nie offen rumstehen. Dazu zählt auch Tierfutter.

• Müllsäcke nie rumstehen lassen, sondern immer sofort in die Tonne packen und diese verschließen.

• Reinigen Sie regelmäßig auch schwer zugängliche Orte, wie zum Beispiel unter den Küchenelementen. Einer Maus reichen ein paar heruntergefallene Brotkrümel.

• Halten Sie Tierställe und -käfige sauber.

• Füttern Sie keine Vögel. Manchmal sitzen mehr Ratten im Vogelhäuschen als Vögel.

Sollte sich trotz aller Vorsicht ein Schadnager eingeschlichen haben, warten Sie nicht, bis er sich vermehrt und zur Plage wird. Ziehen Sie den Profi so früh wie möglich hinzu!

Hausmaus
Hausmaus
Hausmaus

Steckbrief Hausmaus

Lateinischer Name

Mus musculus domesticus

Größe

Kopf-Rumpf-Länge: 7 bis 11 cm | Schwanzlänge: 7 bis 10 cm

Gewicht

20 bis 25 g

Lebenserwartung

2 bis 4 Jahre

Aussehen

• Farbe: Graubraun | Unterseite ist deutlich heller

• Große Augen und Ohren

• Schwanz hat deutlich sichtbare Schuppenringe und ist kaum behaart

Sozialverhalten

Familienverband mit bis zu 50 Tieren

Paarungszeit

Ganzjährig

Tragzeit

21 bis 23 Tage

Wurfanzahl -größe

Bis zu 8 Würfe pro Jahr mit jeweils 4 bis 8 Jungtieren

Geschlechtsreife

Mit circa 2 Monaten

Ernährung

Allesfresser: Samen, Getreide, Früchte, Insekten

Lebensweise

Dämmerungs- und nachtaktiv

Lebensraum

Flache Erdbaue unter Steinen, Spalten in Gebäuden, Stallungen, Scheunen

Schädlingsart & Schäden

Hygieneschädling, da sie mit ihren Ausscheidungen Lebensmittel verunreinigen.

Gesundheitsschädling, da sie Krankheitserreger übertragen und Allergien hervorrufen können.

Materialschädling, da sie gern Möbelstücke, Holzverkleidungen oder elektrische Leitungen annagen.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wussten Sie, dass ...

... männliche Mäuse mit Balzgesängen um die Gunst der Weibchen werben.
Es handelt sich dabei um komplexe Lieder, die Vogelgesängen ähneln. Je anspruchsvolle der Gesang, desto gesünder ist das Tier. Außerdem erkennen die Weibchen am Gesang, ob es sich bei dem Sänger um ein verwandtes oder ein fremdes Männchen handelt.
Hausratte
Hausratte
Hausratte

Steckbrief Hausratte

Lateinischer Name

Rattus rattus

Größe

Kopf-Rumpf-Länge: 17 bis 22 cm | Schwanzlänge: 18 bis 23 cm

Gewicht

160 bis 210 g

Lebenserwartung

1½ Jahre

Aussehen

• Grauschwarz, braungrau mit grauer oder weißer Unterseite

• Spitze Schnautze, große Augen und Ohren

• Schwanz wird beim Laufen gehoben und hinterlässt keine Schleifspuren

Sozialverhalten

Lebt in Gruppen von 20 bis 80 Tieren

Paarungszeit

Ganzjährig

Tragzeit

21 bis 23 Tage

Wurfgröße

8 bis 15 Jungtiere

Geschlechtsreife

Mit 4 bis 6 Monaten

Ernährung

Allesfresser: Samen, Getreide, Früchte, Insekten

Lebensweise

Tag- und nachtaktiv

Lebensraum

Baumhöhlen, Dachbalken, Speicher

Schädlingsart & Schäden

Hygieneschädling, da sie mit ihren Ausscheidungen Lebensmittel verunreinigen.

Gesundheitsschädling, da sie Krankheitserreger übertragen und Allergien hervorrufen können.

Materialschädling, da sie gern Möbelstücke, Holzverkleidungen oder elektrische Leitungen annagen.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wussten Sie, dass ...

... die Hausratte in Deutschland auf der roten Liste steht.
Aufgrund des starken Rückgangs der Bestände wird sie als vom Aussterben bedroht eingestuft. Sie gilt als extrem selten.

Wussten Sie, dass ...

... die Hausratte in Deutschland auf der roten Liste steht.
Aufgrund des starken Rückgangs der Bestände wird sie als vom Aussterben bedroht eingestuft. Sie gilt als extrem selten.
Wanderratte
Wanderratte
Wanderratte

Steckbrief Wanderratte

Lateinischer Name

Rattus norvegicus

Größe

Kopf-Rumpf-Länge: 18 bis 26 cm | Schwanzlänge: 14 bis 21 cm

Gewicht

170 bis 350 g

Lebenserwartung

1 Jahr

Aussehen

• graubraun über rötlich bis braunschwarz mit grauweißer Unterseite

• Stumpfe Schnautze, große Augen und kleine Ohren

• Schwanz hat deutlich sichtbare Schuppenringe und ist kaum behaart

Sozialverhalten

Lebt in Clans mit bis zu 100 Tieren

Paarungszeit

Ganzjährig

Tragzeit

22 bis 24 Tage

Wurfgröße

1 bis 12 Jungtiere (meist 6 bis 9)

Geschlechtsreife

Mit 3 bis 4 Monaten

Ernährung

Allesfresser: Getreide, Früchte, Fleisch, Fisch

Braucht Wasser um zu überleben

Lebensweise

Dämmerungs- und nachtaktiv

Lebensraum

Erdbaue, Kanalisation, Lagerhallen

Schädlingsart & Schäden

Hygieneschädling, da sie mit ihren Ausscheidungen Lebensmittel verunreinigen.

Gesundheitsschädling, da sie Krankheitserreger übertragen und Allergien hervorrufen können.

Materialschädling, da sie gern Möbelstücke, Holzverkleidungen oder elektrische Leitungen annagen.

Bekämpfungsmaßnahmen

Wussten Sie, dass ...

... die Ratte aus der Toilette kein Mythos ist?
Wanderratten leben in der Kanalisation. Wird es dort zu eng, folgen sie dem Nahrungsangebot, welches häufig die Toilette hinuntergespült wird.